
| DIE
INSEL PALMARIA Die Insel Palmaria verdeckt den Horizont von Porto Venere und ist von den antiken mittelalterlichen Dorf durch einen engen Meeresarm, "Le Bocche" genannt, getrennt.
Die
Insel ist mit Porto Venere durch Dampfer und private Boote verbunden,
die die Touristen beim Terrizzo ausschiffen, von wo aus man den Ausflug
beginnen kann: zur rechten Seite die breite, ausgehobene via Schenello,
wo sich die Hotel-Gaststätte "Lorena", die das ganze Jahr
geöffnet ist, befindet. In der Nähe der Küste ist die Zucht
der Miesmuscheln mit der charakteristichen Kultivierung auf Holzpfählen sichtbar. Zur Rechten der alten "treggi" (Waschanlagen)beginnt der richtige und eigentliche Wanderweg, der mit einem roten Zeichen gekennzeichnet ist. Jenseits einer Einzäunung sieht man das Dach der ehemaligen Festung, ex-Gefängnis Umberto I. Nachdem man einen Weg, der sich zwischen Dickichten von Brombeersträuchern entlangschlängelt, zurückgelegt hat, erreicht man die antike asphaltierte Straße der Insel. Auf der linken Seite kann man den sehr eigentümlichen Torre Scuola bewundern, eine von den Genuesern im Jahre 1606 erbauten Festungsanlage. Ringsherum verbreiten Salbei, Baumerdbeeren, Myrte, Ginster und Akazien ihre Düfte, während man von dem Haus des Roccio, der ehemaligen Scheinwerferanlage und heute einer der schönsten Terrassen von ganz Ligurien, die Insel Tino bewundern kann. Von dem Weg, der an einer Trockenmauer von antiken Weinbergen entlangführt, steigt man nach dem Pozzale hinunter, einer ausgedehnten Bucht mit dem Strand, der der zweite Anlegeplatz der Insel ist. In dieser Bucht, wo die Landschaft durch die Farben und die Düfte der Essenzen der Mittelmeermacchia magisch wird, befindet sich die Gaststätte "Il Pozzale" mit Blick auf die Insel Tino. Wenn
wir die Straße weitergehen, stoßen wir auf die ehemaligen
Brüche des "Portoro", dem außergewöhn-lichen schwarzen Marmor mit goldfarbenen Äderungen. Südwestlich der Insel, auf den von einer dichten Kolonie von Silbermöwen bewohnten Abhängen, öffnet sich die "Grotta dei Colombi" (Grotte der Tauben), die die Kolonisation der Insel Palmaria durch prähistorische Menschen bezeugt. Spuren der Altsteinzeit wurden von dem Geologen G.Capellini im Jahre 1869 ans Licht gebracht, und die Fundstücke dieser Ausgrabungen werden im "Museo Civico"von La Spezia aufbewahrt. Auf einem Weg gelangt man zum "Semaforo", einem in der Festung Cavour gelegenen Militärposten, der von zahlreichen Strandkiefern umgeben ist. Links von der Festung kann man auf einem Weg zur Spitze C. Alberto hinabsteigen und von hier aus nach dem Terrizzo zurückkehren. Sonst geht man ein Stück asphaltierter Straße entlang und durch eine Schlucht, die zum Meer hinabführt, befindet sich man wieder am Landungssteg vom Terrizzo. Andere eindrucksvolle Grotten der Insel sind "La Grotta del Bersagliere" und die eindrucksvollste "Grotta Azzurra " die man nur mit einem Ruderboot erreichen kann. |
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